Eine Offensive der Transportbranche

Tanktransport Thys

Schwerpunkt des Unternehmens Tanktransport Thys ist der Transport flüssiger Lebensmittel, die in ganz Europa vertrieben werden. Die Fahrzeugflotte rollt an allen Tagen und wird dabei von der Planungszentrale in der Region Antwerpen gesteuert.

Im Jahr 2012 wird der Präventions- und Sicherheitsbeauftragte des Personals Sven Beeusaert mit Alkoholproblemen konfrontiert, über die ihn Kunden nach Warenlieferungen informiert hatten. “Solche Hinweise sind niemals angenehm zu hören, vor allem, weil dahinter eine Gefährdung der Sicherheit aller steht!“
Als das Problem wiederholt auftrat, zögert Sven nicht, konsequente Maßnahmen zu ergreifen!

Sven hat alle seine Fahrer zum Gespräch bestellt und sie entsprechend der Konvention CCT100 ihre Einwilligung in die Präventionsbedingungen für eine maximale Sicherheit unterschreiben lassen:

  • Das Vorhandensein einer Alkohol-Wegfahrsperre V3 an Bord ausnahmslos aller Fahrzeuge.
  • Die uneingeschränkte Verpflichtung, diesen Test VOR jedem Starten des Motors zu verwenden.
  • Das absolute Verbot, im Umfeld der Arbeit Alkohol oder Drogen in jedweder Form zu konsumieren. Dieses Verbot erstreckt sich auch auf eine ausreichend große Zahl von Stunden vor Aufnahme der Arbeit, insbesondere auf den Sonntagabend vor einem Arbeitsbeginn früh am nächsten Morgen.

Eine einschneidende Entscheidung

Sechzig Lastkraftwagen mit ALCOLOCK™ V3

“Vor der Installation der ALCOLOCK™ V3 konnten wir nicht wissen, wie sich ein Fahrer im Süden Frankreichs oder am Fuß der italienischen Alpen verhielt…
Heute sind die ALCOLOCK™ mit dem Bordcomputer des Lkw verbunden und informieren uns direkt.

Wir wissen sofort, welcher Fahrer getrunken hat und wo er sich gerade befindet. Wir wissen, dass er warten muss, bis sich sein Blutalkoholgehalt völlig verflüchtigt hat! Da dies wegen der Nichteinhaltung der Lieferfristen eine unmittelbare Wirkung auf das Unternehmen hat, wird ihm ein entsprechender Brief zugestellt. Im Wiederholungsfall besteht nach der CCT100 wegen schweren Fehlverhaltens die Möglichkeit einer Entlassung.

Bei uns ist dies nur einmal geschehen, ganz am Anfang der Installation der ALCOLOCK™ V3. Meistens lässt sich eine gemeinsame, akzeptable Lösung finden.

Die Präzision dieses Geräts überrascht manchen. Es ist auf 0,2 gr/L Blut eingestellt, die der belgische Gesetzgeber für Berufsfahrer festgelegt hat, ein Wert, der doch immerhin den Genuss eines ‘Mon Chéri’ zulässt, zumindest eine Viertelstunde vor der Abfahrt…
Sehr schnell hat jeder die wichtige Rolle des Alkoholtests verstanden, der das Bewusstsein schärft und allen mehr Sicherheit bringt.”

3 SCHLUSSFOLGERUNGEN

  1. NÜCHTERNHEIT: Bei uns gibt es heute kein Alkoholproblem mehr. Nur noch sehr seltene Fälle und wenn, dann am Montagmorgen nach einer Familienfeier.
  2. VERSICHERUNGEN: Unserem Versicherer gefiel die Installation der V3 in allen Fahrzeugen unserer Flotte so gut, dass er uns die Vertragsprämien gesenkt hat, was gewiss keine Nebensache ist!
  3. UND DER GESETZGEBER…? Die Wirkung auf die Sicherheit, die ich seit 2012 sehe, zwingt mich zu der Frage, warum die Regierung die Verwendung dieser Alkoholtests nicht allen Profis am Steuer zur Pflicht macht. In Frankreich sind die Alkohol-Wegfahrsperren für Reisebusse, Linienbusse und Minibusse ab 8 Passagierplätzen vorgeschrieben.