Geräuschlose Verfolgung bei 250 km/h!

Die Philosophie sauberer Energie.

„Alles, was umweltfreundlich sein kann, ist eingeplant: Heizung mit Erdwärme, Wärmerückgewinnung, Lüftung usw. und natürlich 20 Ladesäulen für die Batterien von Elektrofahrzeugen mit Unterstützung durch Sonnenkollektoren auf dem Dach des Kommissariats, denn zwischenzeitlich werden 90% des Fahrzeugbestands elektrisch sein. Die Bezirksdienstbeamten sind mit ihren Elektrofahrrädern ebenfalls umweltfreundlich unterwegs.“

Unsere Kriterien

„Im Zusammenhang mit der Anschaffung der nächsten Elektrofahrzeuge wurde verschiedenen Firmen ein Lastenheft vorgelegt, dass unter anderem folgende Punkte umfasste: Eine schnelle Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 8 Sekunden, eine Mindestreichweite von 300 km und ein großer Kofferraum.

So kamen wir zu Tesla, der alle diese Kriterien nicht nur erfüllt, sondern unsere Anforderungen sogar noch übertrifft: Ein Motor mit einer Leistung von 385 kW (522 PS: 261 PS an den Vorderrädern und 261 PS an den Hinterrädern), eine 85 kWh-Batterie für eine Reichweite von 400 bis 420 km, eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,4 Sekunden mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h!“ so der Kommandant Jan Van Thienen.“

Safety first: Obligatorische Schulung

„Die Sicherheit dieses Fahrzeugs beruht auf seiner Technologie, der Ladezeit, der Stabilität, der Ausrüstung mit zahlreichen elektronischen Sensoren und einem absolut minimalen Wartungsaufwand. Es ist somit bei intensiver Nutzung extrem wirtschaftlich!

Die Eindrücke beim Fahren sind schlicht verblüffend! Da wäre zunächst die eindrucksvolle Geräuschlosigkeit zu nennen, und wenn man beschleunigt, wird man sprichwörtlich in den Sitz gedrückt, während das Fahrzeug absolut stabil auf der Straße liegt! So kann uns kein Autofahrer mehr entwischen. Andererseits ermöglicht das Fahrzeug auch ein diskretes Heranfahren, um Straftäter zu überraschen. Rasche und sichere Eingriffe sowie eine Unterstützung der benachbarten Polizeizonen oder der Bundesstraßenpolizei sind möglich.

Das Führen eines so leistungsstarken Elektrofahrzeugs unterscheidet sich stark von einem konventionellen Auto, und ich will daher nur verantwortungsbewusste Fahrer am Lenkrad sehen. Jeder Fahrer muss zunächst Fahrunterricht nehmen, bevor er sich an das Steuer eines Tesla setzen darf. Einfaches Bremsen ist zum Beispiel möglich, indem man einfach den Fuß vom Fahrpedal nimmt, denn es ist nicht immer notwendig, das Bremspedal zu betätigen.

Aufgrund der elektronischen Bremsung werden die Bremsbeläge nicht oder nur wenig abgenutzt. Durch diesen Fahrzeugtyp wird die Art des Agierens und Reagierens bei allen Situationen im Verkehr grundlegend verändert, und man schont gleichzeitig auch die Batterie.

Die Geräuschlosigkeit im Fahrzeug erhöht den Komfort für die Beamten, was zu einer größeren Konzentrationsfähigkeit beim Fahren beiträgt und den Fahrer und seine Kollegen weniger ermüden lässt. Kurz gesagt, ist das Auto ebenso gut für schnelle Einsätze wie für Streifenfahrten mit geringer Geschwindigkeit geeignet.“

Die optische und akustische Ausrüstung

„Dann mussten wir auch eine optische und akustische Ausrüstung auswählen, die dem Niveau eines solchen Fahrzeugs entspricht.
Wir haben sofort den Valor getestet, einen V-förmigen und sehr dezenten Warnbalken, der für seine extrem hohe Leuchtkraft bekannt ist.

Die überaus feine Leuchteinheit ist sehr geräuscharm und ihre Leuchtstärke ist selbst tagsüber unübertroffen. Ich bestehe auch auf der V-Form, die einen großen Unterschied ausmacht, wenn man über Kreuzungen fährt, weil sie auch in die toten Winkel leuchtet. Und auch die Bedienung beim Wechsel von blau zu weiß und umgekehrt ist ganz einfach.

Der Valor wurde oben durch den Trident, einen LED-Rundum-Suchscheinwerfer, ergänzt.
Damit kann einen niemand übersehen! Und die Sirene ist nun wirklich nicht zu überhören…“

Jean-Pierre Van Thienen, Polizeichef für den Bezirk Zaventem

Er steht einer Mannschaft von etwa 121 Personen vor, darunter mehr als 100 Polizisten. Diese werden von Verwaltungsmitarbeitern unterstützt.
Seine Arbeit und viele seiner Entscheidungen erfolgen in enger Abstimmung mit der Gemeinde Zaventem und der Bürgermeisterin Ingrid Holemans.

Beide legen viel Wert auf umweltfreundliche Energie, sodass es ein diesbezügliches gemeinsames Konzept gibt.
Seit 2006 wird der Fahrzeugpark (größtenteils mit Dieselmotoren ausgerüstet) nach und nach auf umweltfreundliche Antriebstechnik umgestellt: Zunächst geschah dies mit Hybridfahrzeugen, dann mit komprimiertem Erdgas (CNG) und aktuell mit Elektrofahrzeugen.

Auch das künftige Kommissariat wird umweltfreundlicher gestaltet; die Bauarbeiten haben 2019 begonnen und dürften 2022 abgeschlossen sein.